FÖJ Bundessprecher 2018 Jannick erzählt vom FÖJ

Im FÖJ bundesweit mitwirken

Jannick wollte sich vor einem Politikstudium erstmal Zeit nehmen und etwas anderes ausprobieren. Neben seiner FÖJ-Stelle im Museumsdorf in Kürnbach war an diesem Jahr besonders bereichernd für ihn, sich zusätzlich als einer der fünf FÖJ-Bundessprechenden Deutschlands für den ökologischen Freiwilligendienst einzusetzen.

Wie erlebst du das Amt als Bundessprecher? Welche neuen Seiten hast du an dir entdeckt?

"Das Amt bietet vielfältige Möglichkeiten. Als Bundessprecher haben wir die Chance viel zu gestalten. Es ist schön, dass wir als junge Menschen so ernst genommen werden, einfach, wenn wir standhaft unsere Punkte vertreten. Was ich entdeckt habe: Dass ich auch so überzeugend sein kann. Ich hatte schon ein kleineres politisches Engagement und dadurch ein bisschen Übung. Aber dass ich auch mit Persönlichkeiten aus der Politik etwas aushandeln kann, das ist schon sehr schön."

Was ist dir wichtig im Leben?

"In der Gesellschaft partizipieren, teilhaben und Dinge verändern. Das deckt sich ganz gut mit dem Bundessprecheramt. Der Gesellschaft etwas zurückzugeben, gerade über den Freiwilligendienst, das macht wahnsinnig viel Spaß."

Inwiefern hat sich dein Wertesystem verändert?

"Ich würde eher sagen, dass neue Sachen ergänzend dazu kamen. Zum Beispiel habe ich angefangen, hauptsächlich vegetarisch zu essen. Bisher habe ich eher den Fokus darauf gelegt, Sachen zu kochen, die am Ende gut schmecken. Jetzt ist der Aspekt hinzugekommen: Wie kann ich kochen, dass es die Umwelt nicht stark belastet? Im FÖJ sind Leute dabei, die sich mit Themen schon auseinandergesetzt haben, von denen andere lernen können. Ich sehe mich weiterhin als Anhänger von Individualismus und Humanismus. Das FÖJ wirft nicht alles über den Haufen, sondern es ergänzt und macht alles noch mal diverser."

Was nimmst du aus dem Dienst mit?

"Jetzt weiß ich, dass Politik das ist, was ich über meinen längeren Lebensweg hinweg machen will. Ich will mitgestalten. Außerdem habe ich erfahren, dass ich gut und leicht weg von Zuhause sein und das Nest einfach verlassen kann. Ich kam von der Schule, dachte, alles ist noch leicht. In der Arbeitswelt trifft es einen dann, wie einen Faustschlag und man merkt, es ist schon etwas anderes. Aber ich habe alles gepackt. Das nehme ich als wichtige Erfahrung mit."