Klinikalltag in der Praxis

Der Bundestagsabgeordnete Benjamin Strasser hat in der Oberschwabenklinik in Ravensburg die Freiwilligen Johannes Breuninger, Elisabeth Landgraf, Anna Bühler und Annika Ehrlich zum Gespräch getroffen. 

Johannes Breuninger steht am Ende seines FSJ am EK. Unmittelbar nach dem Abitur mit erst 17 hat er sich noch zu jung gefühlt, um sofort das angestrebte Medizinstudium zu beginnen. „Ich wollte zunächst einen Einblick in die Praxis gewinnen“, erzählt er. „Mit Arbeitszeiten von Montag bis Freitag?“, fragt Benjamin Strasser und ahnt schon die Antwort. „Schön wär’s“, erwidert Johannes Breuninger. Freiwillige müssen im Klinikum voll ran. „Ich habe an mindestens zwei Wochenenden im Monat gearbeitet, auch neun Tage am Stück.“ Dann aber mit vier freien Tagen in Folge als Ausgleich. "Der Klinikalltag ist sehr abwechslungsreich und flexibel".

Auch Elisabeth Landgraf könnte sich vorstellen, nach ihrem FSJ in der Pflege zu bleiben - wenn nur die Bezahlung besser wäre.

Anna Bühler geht es nicht allein um Berufsorientierung. Sie habe zum Beispiel gelernt, auf Menschen viel freier zuzugehen, ohne Angst davor, etwas Falsches zu sagen. „Man kommt mit den Patienten in tolle Gespräche und wird von den Ärzten wertgeschätzt“, meint auch Elisabeth Landgraf. 

Die vier Jugendlichen sind allesamt davon überzeugt, mit dem FSJ bei der Oberschwabenklinik die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Annika Ehrlich hat auf der Intensivstation auch schwer leidende und sterbende Menschen erlebt. Sie würde sich wünschen, dass die Erfahrungen aus dem FSJ bei der Studienplatzvergabe stärker ins Gewicht fallen. „Wir haben doch den Umgang mit Menschen schon gelernt!“

Die Dauer des Freiwilligendienstes passt, finden die Jugendlichen. „Zwei bis drei Monate brauche man für die Einarbeitung", sagen Johannes Breuninger und Annika Ehrlich. Danach fühlt man sich als Teil des Teams. „Ein Jahr ist in Ordnung.“

Foto: Oberschwabenklinik