"Hier treffen Generationen aufeinander"
MdL Andrea Lindlohr besucht FSJler Arlind in seiner Einsatzstelle
Esslingen am Neckar. Was passiert, wenn ein Café nicht nur Kaffee ausschenkt, sondern zu einem Ort für Begegnung zwischen Alt und Jung, Inklusion und gesellschaftlichen Austausch wird? Davon machte sich Andrea Lindlohr, Landtagsabgeordnete (Grüne/ Bündnis 90), bei einem Besuch der Sozialstation Esslingen ein eigenes Bild. Gemeinsam mit Olivia Longin, Geschäftsführerin der Freiwilligendienste DRS, besuchte sie den FSJler Arlind Avdiu. Er engagiert sich sowohl im Café LORE als auch im Menüdienst – dem „Essen auf Rädern“-Dienst der Sozialstation Esslingen.
Beim Rundgang durch die Einrichtung ließ sich Andrea Lindlohr von Arlind Avdiu seinen Arbeitsalltag und die verschiedenen Bereiche des Cafés zeigen. Der 19-Jährige absolviert sein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Sozialstation Esslingen, um erste praktische Erfahrungen zu sammeln und Einblicke in das Arbeitsleben zu gewinnen. Besonders schätzt er den Kontakt zu älteren Menschen und die vielen positiven Begegnungen, die er während der Menüdienst-Touren erlebt. Auch nach seinem Freiwilligendienst bleibt er der Sozialstation Esslingen erhalten und wird im Café als Midijobber weiterarbeiten.
Blick auf das Café LORE
Offene Gesprächsrunde im Café LORE mit MdL Andrea Lindlohr
Die Standortleitung, Sabrina Stengele, unterstreicht den Wert der Freiwilligen: „Wir sind sehr froh, einen Freiwilligendienst bei uns anbieten zu können. Die Begegnungen zwischen Jung und Alt sind für beide Seiten wertvoll und tragen dazu bei, Berührungsängste und Vorurteile abzubauen.“
In der anschließenden Gesprächsrunde richtete sich Andrea Lindlohr direkt an Arlind und bedankte sich für seinen Einsatz. Als Politikerin mit besonderem Interesse an inklusiven Themen zeigte sie sich vor allem von der Verbindung aus sozialem Engagement, Begegnung und Teilhabe im Café LORE beeindruckt.
Für Olivia Longin, Geschäftsführerin der Freiwilligendienste DRS und Vorsitzende des Landesarbeitskreis FSJ Baden-Württemberg, zeigt der Besuch, welchen gesellschaftlichen Mehrwert Freiwilligendienste schaffen: „Freiwilligendienste bringen Menschen zusammen, ermöglichen jungen Menschen erste berufliche Erfahrungen und unterstützen gleichzeitig Einrichtungen, die jeden Tag wichtige Arbeit für unsere Gesellschaft leisten. Gerade mit Blick auf die aktuellen Diskussionen um eine mögliche Bedarfswehrpflicht und die Zukunft des Zivildienstes ist es wichtig, die bestehenden Freiwilligendienste zu stärken.“
Andrea Lindlohr sieht das ähnlich: „Freiwilligendienste sind ein wichtiger Beitrag für die Einsatzstellen und für unsere gesamte Gesellschaft. Deshalb setzen wir uns dafür ein, sie zu stärken und verlässliche Rahmenbedingungen für ihr Engagement zu schaffen. Mir liegt daran, dass sich junge Menschen engagieren können und dabei gute Bedingungen vorfinden – deshalb stärken wir als Land das FSJ kontinuierlich.“
Der Besuch machte damit deutlich: Ein Freiwilligendienst ist weit mehr als praktische Unterstützung im Alltag. Er schafft Begegnungen, eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven und bringt unterschiedliche Generationen zusammen. Damit solche Erfahrungen auch künftig möglich bleiben, braucht es verlässliche politische Unterstützung und eine weitere Stärkung der Freiwilligendienste.
Jelena Timm-Vengerov (Bildungsreferentin Freiwilligendienste DRS), Olivia Longin (Geschäftsführung Freiwilligendienste DRS), Arlind Avdiu (FSJler Sozialstation Esslingen), Andrea Lindlohr (MdL), Sabrina Stengele (Standortleitung) (v.l.n.r.)
Über die Sozialstation Esslingen:
Die Sozialstation Esslingen ist einer der größten ambulanten Pflegeanbieter in der Region. Am Standort Blumenstraße werden mit dem Menüdienst (Essen auf Rädern) und dem Café LORE Angebote geschaffen, die Versorgung und gesellschaftliche Teilhabe miteinander verbinden. Die Freiwilligen im FSJ sind dabei in beiden Bereichen aktiv und lernen so ganz unterschiedliche Arbeitsfelder und Begegnungen mit Menschen kennen.