MdL Dr. Jens Steinat zu Gast beim Pyramidea e.V.
- wo Freiwilligendienst, Teilhabe und Integration zusammenkommen
Murrhardt. Mitten in den Sommerferien, aber zumindest nach den vergangenen Hitzewellen, besuchte der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Jens Steinat die aktuellen Freiwilligen des VIFA, dem Zentrum für Vielfalt des Pyramidea e.V. in Murrhardt.
Der von Menschen mit Fluchterfahrung gegründete Verein versteht sich als Projekt für alle Menschen und schafft mit vielfältigen Angeboten Begegnungsräume und Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe. Die Freiwilligen unterstützen dabei unter anderem bei Spielangeboten für Kinder, Sprachkursen für Erwachsene und inklusiven Gruppenangeboten.
VIFA-Schild in Murrhardt
Saafa Al Izzeddin (BFD 27+), Jara Urban (FSJ), Jochen Schneider (Pyramidea e.V.), Dr. Jens Steinat (MdL) (v.l.n.r)
Dr. Steinat hatte bereits von dem Projekt in seinem Wahlkreis gehört und wollte sich vor Ort selbst ein Bild machen. Nach einem Rundgang mit Einrichtungsleiter Jochen Schneider folgte eine offene Gesprächsrunde, an der sich auch die Freiwilligen aktiv beteiligten.
Jara Urban absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Safaa Al Izzeddin einen Bundesfreiwilligendienst 27 plus bei dem Verein. Safaa kommt aus Syrien und nimmt am MOSAIK-Programm der Freiwilligendienste DRS teil, das internationale Freiwillige während ihres Dienstes begleitet.
Beide verbinden mit ihrem Freiwilligendienst konkrete persönliche Ziele: Jara möchte über das FSJ ihre Fachhochschulreife erwerben und anschließend Hebamme werden. Safaa möchte ihre Deutschkenntnisse verbessern, um eine Ausbildung im zahnmedizinischen Bereich beginnen zu können. Gleichzeitig sind sich beide einig: Der Freiwilligendienst stärkt auch Selbstbewusstsein, Organisationsfähigkeit und Kommunikationsstärke.
„Ein Freiwilligendienst ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr und in erster Linie kein Integrationsinstrument. Trotzdem ist er für internationale Freiwillige eine große Chance, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und sich zu vernetzen. Wir freuen uns, dass unsere Anliegen in der Politik auf offene Ohren stoßen und hoffen weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit beim Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz“, betont Olivia Longin, Geschäftsführerin der Freiwilligendienste DRS und Vorsitzende des Landesarbeitskreis FSJ Baden-Württemberg.
Das Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz ist ein von zivilgesellschaftlichen Verbänden und Trägern gefordertes Bundesgesetz. Es soll parallel zum geplanten Bundesgesellschaftsdienst die Jugendfreiwilligendienste durch verlässliche Finanzierung, den Ausbau von Plätzen und bessere Rahmenbedingungen dauerhaft stärken.
Olivia Longin (Geschäftsführung Freiwilligendienste DRS) und Dr. Jens Steinat (MdL) im Diskurs
Hazal Yazici (Pyramidea e.V.), Safaa Al Izzeddin (BFD 27+), Olivia Longin (Geschäftsführung Freiwilligendienste DRS), Dr. Jens Steinat (MdL), Jochen Schneider (Pyramidea e.V.) Christian Amborn (Freiwilligendienste DRS) und Jara Urban (FSJ) (v.l.n.r.)
Dr. Steinat, der selbst in der Geflüchtetenhilfe tätig war und neben seinem Abgeordnetenmandat als Arzt arbeitet, unterstreicht die Bedeutung von Freiwilligendiensten: „Ohne meinen Zivildienst hätte ich niemals Medizin studiert. Es ist toll, dass rund ein Drittel der FSJler*innen nach ihrem Dienst im sozialen bzw. gesellschaftsorientierten Bereich bleiben. Denn genau hier brauchen wir Nachwuchs. Und deshalb werden wir uns auch weiterhin für die Stärkung von Freiwilligendiensten einsetzen.“
„Bei Einsatzstellen wie Pyramidea e.V. wird sichtbar, was Freiwilligendienste bewirken können: Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen kommen miteinander in Kontakt, entwickeln sich selbst weiter und bringen sich aktiv für die Gesellschaft ein – eine Erfahrung, von der alle Seiten profitieren“, ergänzt Christian Ambron, Bildungsreferent bei der Freiwilligendienste DRS.