Freiwilligendienst_Rottenburg-Stuttgart_Baden-Wuerttemberg_kurz

„Viele schöne Momente!“

Johannes hat seinen EFD in Italien in einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderungen geleistet. Wie sieht sein typischer Tag aus? 

„Um 9 Uhr öffnet die Tagesstätte und die Behinderten werden mit mehreren Kleinbussen gebracht. In einem Stuhlkreis kann wer mag, erzählen, was er/sie am Vortag, bzw. am Wochenende gemacht hat. Bevor um 10 Uhr die Aktivitäten starten, wird noch Saft oder Kaffee getrunken. Ab 11:30 Uhr werden die Tische gedeckt und um ca. 12:15 wird gegessen. Nach dem Essen werden die Tische natürlich wieder abgedeckt und sauber gemacht. Wenn dies alles erledigt ist, gibt es bis 14 Uhr eine Pause, in der viele Behinderte schlafen oder Uno spielen wollen. Ich habe diese Pause, vor allem am Anfang, dazu genutzt Italienisch zu lernen oder mit den Personen zu sprechen, um einen Draht zueinander aufzubauen. Von 14:00 bis 15:30 Uhr sind die Nachmittagsaktivitäten und bis spätestens 16 Uhr werden die Behinderten abgeholt. Die Aktivitäten finden in Kleingruppen statt und sind sehr unterschiedlich. Es gibt ruhige Aktivitäten wie malen, basteln, Geburtstagsvorbereitung, Film schauen oder einfach nur spielen, aber auch wildere Aktivitäten, wie in die Turnhalle gehen, schwimmen, Fußball, Boccia oder auch kochen. Bei welchen Aktivitäten ich mitmache, habe ich zu Beginn des Jahres gemeinsam mit Claudia (Tutor) entschieden. Später bekam ich aber nochmal die Möglichkeit diese zu ändern, falls ich noch etwas anderes ausprobieren wollte oder mir etwas nicht so gut gefiel. Mein Arbeitstag endet oft bereits um 15:30 Uhr und beginnt meist erst um 10 Uhr. An welchen Tagen ich länger bleibe und an welchen ich früher gehe, habe ich immer mit Claudia abgesprochen. Zusätzlich arbeite ich noch zweimal die Woche in einer Nachmittagsbetreuung für Kinder. Dies wurde mir zu Beginn des Jahres angeboten, um auch Erfahrungen in einem anderen Bereich zu sammeln und auch um für ein bisschen Abwechslung im Arbeitsalltag zu sorgen. An einem Nachmittag gehen wir in eine Turnhalle und einmal kochen wir zusammen. Die Arbeit mit den Kindern, sowie mit den erwachsenen Behinderten hat wirklich sehr viele schöne Momente und macht sehr viel Spaß. Auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen läuft super, da alle total nett sind und einem immer helfen. Besonders zu Beginn als ich Probleme mit der Sprache hatte, half mir Claudia und ein anderer Kollege, welcher etwas deutsch spricht, sehr.“